Nachdem Nina im letzten Jahr uns ihren Sternenhimmel im August beschrieb, berichtet nun ihr kleinerer Bruder von seinen Erlebnissen am letzten Oktoberwochenende. Vielen Dank auch an die liebe Mama bei der Unterstützung und dafür, dass sie uns den Bericht zur Verfügung stellte. Gerne schließen wir uns Robins Aufruf an: Schreibt uns eure Erlebnisse und lasst andere daran teil haben. 

Liebe AstroZwerge,

am Samstagabend sind Tim, Mama und ich spazieren gegangen. Wir wollten
den Sternenhimmel erforschen. Dazu muss es schön dunkel sein. Wir sind
raus zu den Feldern gegangen. Von da kann man die Sterne am besten
sehen. Die Sonne war schon untergegangen. Es war nur noch ein bisschen
von ihrem Licht am Himmel. Genau in der Richtung entdeckten wir einen
hellen Stern. Mama sagte, dass es die Venus ist. Wenn wir sie am
Abendhimmel sehen, ist sie unser Abendstern und am Morgenhimmel wäre sie
unser Morgenstern. Dabei ist die Venus gar kein Stern, sondern ein
Planet. Wir haben so lange geschaut, bis sie hinter dem Wald
untergegangen war.venus-2016_10_29

Wir haben gemerkt, dass der Himmel immer dunkler wurde und je dunkler es
wurde, desto mehr Sterne konnten wir sehen. Sie wurden auch immer
heller. Ein Stern stand viel weiter links als die Venus. Der war etwas
orange. Aber auch das war kein Stern, sondern wieder ein Planet. Das war
der Mars.

Dann sagte Mama, dass sie darüber das Sommerdreieck sehen kann. Das
kannten Tim und ich nicht. Wir suchten zusammen den Schwan, den Adler
und die Leier. Das sind Sternbilder. Aber Tim und ich fanden sie leider
nicht. Erst als Mama uns ihr Handy gab und wir mit dem Sternenprogramm
(Stellarium) gesucht haben, konnten wir die Sternbilder entdecken. Wir
brauchten das Handy nur nach oben gegen den Himmel halten und die
Sternkarte zeigte uns alle Sternbilder am Himmel. Das hat Spaß gemacht!sommerdreieck-2016_10_29

Plötzlich flog ein kleines Pünktchen durch den Adler. Es war ein
Satellit, der fast einen Stern getroffen hätte. Aber Mama sagte, dass
das gar nicht geht. Die Sterne sind Lichtjahre von uns entfernt und der
kleine Satellit umkreist die Erde sehr nah. Auf der anderen Himmelsseite
haben wir den Großen Wagen ganz toll sehen können. Den kennen wir gut.
Der gehört zum Sternbild Großer Bär.

Es war schon spät geworden und wir mussten wieder nach Hause. Wir
mussten aufpassen, nicht in Pfützen zu laufen und haben auf dem Heimweg
immer nach unten geschaut. Plötzlich entdeckten wir auf dem Feldweg eine
dünne Spur, die selbst leuchtete. Die Farbe war wie unsere Leuchtsterne
im Zimmer. Wir haben sofort angehalten und nachgesehen, woher das
Leuchten kam. Es war ein ganz normaler Regenwurm, der dieses Leuchten an
sich hatte und eine Spur hinter sich herzog. Sowas hatten wir noch nie
gesehen! Das war bestimmt etwas ganz Besonderes, was wir entdeckt hatten.

Auf dem Rückweg machte Tim noch Quatsch mit der Taschenlampe. Wenn wir
in die kühle Luft ausatmeten, entstanden kleine Nebelwölkchen. Tim
hauchte immer ins Licht der Taschenlampe und dann sah es so aus, als
würde ein Lichtschwert ausgefahren. Natürlich machte er es im Dunkel
sehr spannend, mit den Atemgeräuschen von Darth Vader.
lichtschwert-2016_10_29

Weil ich noch nicht so gut schreiben kann, hat Mama unser Gespräch
aufgeschrieben. Das könnt ihr anderen Kinder doch auch mal machen und
dann lese ich mit meinen Geschwistern euren Bericht 🙂 Das macht Spaß!
Versucht es einfach mal.

Viele Grüße
Euer Robin

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Eine Antwort »

  1. lunochod sagt:

    sehr schöner bericht und eine wunderbare zeichnung!

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