exomars_2016_tgo_enters_orbitIch will mich gar nicht an der Diskussion beteiligen, ob die #ExoMars Mission nun ein Erfolg, ein 96%-iger Erfolg oder ein Misserfolg war. Davon gibt es schon mehr als genug. Wer es braucht kann gerne bei der ESA oder bei Astrodicticum Simplex oder anderen nachlesen.

Mir ist der Ansatz von Chris Hadfield viel wichtiger. Ihr wisst noch, das war dieser Gitarre spielende Astronaut. hardfield

Und ist es nicht verrückt, es ist noch nicht mal 60 Jahre her, da begann der erste Satellit die Erde zu umkreisen. Und nun sieht man bei einigermaßen dunklem, klarem Himmel regelmäßig Satelliten über uns entlang ziehen. Alle 90 Minuten saust eine Raumstation groß wie ein Fussballfeld über unsere Köpfe. Wir bekommen Fernsehen, Telefon, Internet, Daten für den Wetterbericht und vieles mehr aus dem Weltall übertragen. „Autos“ fahren auf anderen Planeten und Raumsonden sind unterwegs unser Sonnensystem zu verlassen.

Ich gebe da MelG völlig Recht, wenn sie dann meint:

mel

Natürlich kann und muss nicht jeder zum Mond oder zum Mars fliegen. Aber erst die Arbeit der Naturwissenschaftler und Ingenieure dieser Projekte macht es möglich, dass dies für uns heute selbstverständlich ist. Nur weil sie immer wieder Neues versuchen, Fehler machen, aus diesen lernen und es wieder versuchen. Klar, dazu zählt auch, zu überlegen, ob man alles bedacht hatte und was man hätte anders machen können, sowie anderen zuzuhören, was sie dazu meinen. Aber hinterher ist vieles leichter.

ESA Exomars 2016

ESA Exomars 2016

Zurück zu dem Lander des ExoMars Projektes. Stellt euch, euer Freund ruf euch aus einer Stadt an in der ihr selber noch nicht ward, von der ihr nur Bilder und Karten habt. Und ihr sollt ihm jetzt helfen den Weg zu einem bestimmten Platz zu finden. Ganz schön schwierig, oder? Und plötzlich sagt er nichts mehr und ihr sollt aus den Informationen der letzten Minuten herausbekommen, was geschehen ist und wo er sich nun befindet.

mars_reconnaissance_orbiter_view_of_schiaparelli_landing_site

Mars Reconnaissance Orbiter view of Schiaparelli landing site

Unmöglich? Wohl nicht. Ich finde es unglaublich aufregend, dass man nur wenige Tage nach dem Ereignis schon ziemlich genaue Vorstellungen hat, was vorgefallen sein könnte und die Absturzstelle fotografieren konnte. Und sie haben gerade erst begonnen. Wir wissen doch alle, wie schwer es ist Ursachen von Fehlern im Nachhinein einzugrenzen und zu finden. RESPEKT!!!

marsgenerationUnd das faszinierendste; nicht mehr lange und ihr könntet selber Teil des Ganzen sein. Selber Raketen, Sonden und ähnliches entwickeln, Flugbahnen überlegen, Forschungsziele ausdenken, Astronauten auf ihrem Weg zum Mars betreuen (oder selber sein) … und und und. Die Jugend, die den Mars richtig erkunden wird, wächst gerade jetzt heran. Die Generation Mars sind wir AstroZwerge.

Macht mit und seid dabei, wir freuen uns darauf!!!

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