Apollo 13 Missionsabzeichen (c)NASA

Apollo 13 Missionsabzeichen
(c)NASA

Eigentlich sind wir schon ’ne ganze Weile aus dem „Cars“ Alter raus, aber früher wurde es gerne und viel gesehen. Nicht nur die normalen Kinofilme, sondern auch die kurzen Episoden mit Hook. Aus irgendeinem Grund kamen sie vor kurzem wieder in Erinnerung und es kam die Frage auf, wieso es eigentlich „Houston, wir haben ein Problem.“ heißt.

Ich gestehe, den Film „Apollo 13“ nicht regelmäßig zu schauen und auch die realen Vorgänge nicht mehr alle ganz parat gehabt zu haben. Deshalb für mich und die unter euch, denen es ähnlich geht, hier eine sich aus dem Gespräch ergebene Zusammenfassung:

  • HoustonHouston ist keine Person, sondern eine Stadt in den USA im Bundesstaat Texas. Hier befindet sich das Kontrollzentrum für die bemannten Raumflüge und somit auch der ISS.
  • Der Ausspruch hieß eigentlich „Houston, wir haben ein Problem gehabt“. (1)
  • Zu dem sehr bekannten Ausspruch kam es auf der Apollo 13 Mission. Diese war nach Apollo 11 & 12 die dritte bemannte Mission, die auf dem Mond landen sollte.
  • Apollo 13 Start (c) NASA

    Apollo 13 Start (c) NASA

    Apollo 13 startete im April 1970. Nach mehr als 2 Tagen Flug und über 300.000 km von der Erde entfernt explodierte einer der Sauerstofftanks im Servicemodul der „Odyssey“.

  • Die Explosion des Tanks beschädigte auch Leitungen, die Brennstoffzellen zur Stromerzeugung versorgten. Dadurch war die Stromversorgung nur noch für wenige Stunden ausreichend.
  • Also mußte die Mission abgebrochen werden und Apollo 13 möglich schnell zur Erde zurück kommen.
  • Da man die Rakete nicht einfach so umdrehen konnte, wurde das Landetriebwerk für eine leichte Kursänderung gezündet. Dadurch flog die Rakete um den Mond herum und wieder Richtung Erde.
  • Die Astronauten würden im havarierten Kommando- und Servicemodul „Odyssey“ nicht überleben können, da Sauerstoff-, Strom- und Wasserversorgung unterbrochen waren.
  • Deshalb zogen sie in die Mondlandefähre „Aquarius“ um, die nun die Navigation und die Lebenserhaltung übernehmen musste.
  • Dafür mussten die Astronauten in kurzer Zeit die Systeme des Kommandomodules in einer bestimmten Reihenfolge ausgeschalten, um sie später für den Wiedereintritt einschalten zu können.
  • Eigentlich war nicht geplant, dass 3 Leute mehrere Tage in der Landefähre leben. Deshalb gab es zu wenig Wasser, zu wenig Strom und die Luft wurde ungesund. So bastelten die Astronauten aus mit im Raumschiff vorhandenen Materialien Hilfslösungen. Auch wurden alle nicht wirklich benötigten elektrischen Systeme ausgeschaltet, so dass die Temperatur im Raumschiff auf 0°C sank.
  • Kurz vor dem Wiedereintritt in die Erdatmosphäre zogen sie wieder zurück.
  • Anschließend wurden das Servicemodul und die Mondlandefähre abgesprengt, die in der Atmosphäre verglühten.
  • Nach 5 Tagen, 22 Stunden und 40 Minuten erreichte Apollo 13 wieder die Erde.

71011_Mond_Lovell_Bezug_06.inddZu diesem Thema habe ich auch noch das sehr schönes Buch „Mission Mond. Jim Lovell und der Flug der Apollo 13“ von Philippe Nessmann für die etwas größeren Zwerge gefunden.

 

Quellen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Apollo_13

(1) http://history.nasa.gov/Timeline/apollo13chron.html

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  1. […] Apollo Missionen zum Mond waren bei uns schon mehrfach Thema. In „Houston, wir haben ein Problem.“ beschrieben wir die Apollo 13 Mission, wir starteten eine Blogparade zum Film „Einmal Mond […]

  2. […] „Houston, wir haben ein Problem.“ […]

  3. fliegerbaer sagt:

    Und kein Mensch war bisher so weit von der Erde entfernt wie die Besatzung von Apollo 13.

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