Ferien – trockenes Herbstwetter – der passende Moment für einen Ausflug; und – wollten wir uns nicht mal den Fundort der ältesten Himmelsdarstellung ansehen? Schließlich haben wir doch vor kurzen die Geschichte dazu als Podcast vom WDR angehört und in einigen Büchern schon davon gelesen. Also los – auf nach Nebra!

Arche Nebra

Arche Nebra

Die Anfahrt ist etwas langwierig, also noch genug Zeit, sich das Buch mit den Ausflugstipps anzusehen. 978-3-401-50118-5 Da gibt es echt noch viel zu entdecken für uns … . Aber eigentlich ist die Gegend hier auch ganz nett, Hügel, Wälder, … Doch, wo müssen wir jetzt genau hin? Haben wir das Schild übersehen? Ah, da, das Gebäude hab ich schon mal gesehen. Da sind wir richtig!

An der Kasse (die Sommerpreise sind nicht ganz ohne, also an die Vergünstigungen durch die Partnerprogramme denken) sollte man nach den Quizbögen für die Arche Nebra und für den Fundort auf dem Mittelberg fragen. Leider werden sie etwas versteckt angeboten. Von dort ging es dann gleich ins kleine, hauseigene Planetarium. Hier wird erklärt, was es mit der Scheibe auf sich hat und was sie darstellt. Für den Zwerg nicht alles verständlich, aber trotzdem unterhaltsame 22 Minuten.

Anschließend durch die aktuelle (noch bis zum 2.11.) Sonderausstellung „Die Herrscher der Bronzezeit“ mit Waffen und Schmuck aus der Zeit vor fast 4000 Jahren. Von dort geht es zur Himmelsscheibenausstellung. Die Aufzeichnung eines Kasperletheaters zeigt die Geschichte des Fundes und wie die Scheibe ins Museum kam. Bei einigen Ausstellungsstücken geistern der Hausgeist herum und gibt seinen Kommentar bzw. sein Wissen zu den Hintergründen ab. So fällt es leichter die Teile zu verstehen, ohne alles selber lesen zu müssen.

IMG_8718 (2)Nun wollten wir ja noch zum eigentlichen Fundort der Himmelsscheibe. Dieser ist ca. 3 km von dem Ausstellungsgebäude entfernt. An der Kasse kann man sich einen Audioguide ausleihen und auf dem Weg an verschiedenen Punkten dem Kinderhörspiel »Das rätselvolle Rennen zum Himmelsauge« folgen. OK, die Nummerierung von Weg und Hörspiel haben uns zwischendurch etwas durcheinander gebracht, aber der Zwerg hat sehr interessiert gelauscht. Festes Schuhwerk ist schon empfehlenswert, schließlich geht ein Teil des -auch matschigen- Weges mitten durch den Wald.

Blick in die Weite und zum Himmelsauge

Blick in die Weite und zum Himmelsauge

Am Ziel steht ein großer Turm in dem Treppen bis oben führen, von wo man einen sehr schönen und weiten Blick hat. Bis zum Kyffhäuser konnten wir sehen.

IMG_8721 (2)

Astro vor dem Himmelsauge

An der Stelle, wo früher die Scheibe lag, befindet sich nun ein großes Himmelsauge – ein gewölbter Spiegel, in dem der Himmel zu sehen ist.

Der Rückweg war dann auch ohne Hörspiel gar nicht so schwer und lang. Schnell noch ein Blick zum Mittelberg und dann wieder nach Hause.

Der Mittelberg mit Aussichtsturm

Der Mittelberg mit Aussichtsturm

ein Traktor in der Arche

ein Traktor in der Arche

Also, ein sehr interessanter und schöner Tag für den Zwerg und mich. Besucht auch mal die Himmelsscheibe, es lohnt sich. Viele Grüße, euer Astro! astronomie.de

Übrigens,

  • beim WDR gibt es zur Himmelsscheibe auch eine interaktive Darstellung. Unbedingt mal ansehen.
  • Der Kinofilm „Bibi & Tina“ wurde auch in und bei der Arche Nebra gefilmt. Sehr schön dazu auch der Videoclip zum „Kakmann“ Song.
  • Ein Phoenix Fernsehbericht „Herr der Himmelscheibe“ ist bei YouTube zu finden.
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