Nachdem wir im letzten Jahr schon mitgemacht haben, hoffe ich, dass das Wetter es uns auch in diesem Jahr ermöglicht gemeinsam auf Sternenjagd zu gehen. Auf Sternenjagd gehen, um zu sehen, wie viel wir von unserem Nachthimmel noch sehen können.Im Januar und Februar sollte es jetzt noch dunkel sein, wenn ihr abends aus dem Fenster schaut. Doch die meisten von euch werden helle Straßenlaternen, Hausbeleuchtungen, Flutlichter und Reklameleuchten sehen, die die Umgebung und auch den Nachthimmel erhellen. Dieses helle Licht überstrahlt die meisten Sterne, so dass in vielen Städten nur noch die hellsten zu erkennen sind.

Europa bei NachtWer sich bei klarem Himmel jedoch abends etwas abseits des Stadtzentrums einen dunklen Standort sucht, wird über sich ein lustiges Gewimmel vieler Sterne und Sternlein erblicke. Über der Stadt jedoch sieht man nur eine helle „Glocke“ und fast keine Sterne mehr.

Dabei ist die Dunkelheit nicht nur für uns Sternbegeisterte notwendig. Auch die Tiere und Pflanzen haben sich während ihrer Entwicklung angepasst und bekommen nun durch das künstliche Licht Probleme. Nachtaktive Insekten und Vögel können sich zum Beispiel nicht mehr richtig orientieren, fliegen ziellos durch die Gegend oder geblendet gegen Wände. Andere Tiere finden nicht mehr ausreichend Schutz und werden so viel leichter von ihren Feinde gefunden.

Doch was können wir dagegen tun?

Es ist gar nicht so schwer Licht -und somit auch Energie- einzusparen. Fragt Euch und Eure Eltern:

  • Ist Licht hier überhaupt notwendig?
  • Muss unbedingt alles erleuchtet werden?
  • Reicht vielleicht auch eine Lampe mit geringerer Leistung (Watt)?
  • Wie können wir gezielt das zu beleuchtende Objekt anstrahlen? Kugelleuchten, die in alle Richtungen strahlen, sind Energieverschwender, sie blenden und liefern keine sinnvolle Beleuchtung.
  • Wie lange ist Licht notwendig? Ein Bewegungsmelder an Haus oder im Garten hilft Energie sparen und bietet mehr Sicherheit! Dauerhaft leuchtendes Licht wirkt kaum abschreckend auf Einbrecher.
  • Bei Dunkelheit Rollos oder Vorhänge schließen! Das spart in der kalten Jahreszeit auch noch zusätzlich Heizenergie!

Globe at nightDas Projekt Globe at Night ruft seit 2006 dazu auf, in bestimmten Wochen des Jahres die Sichtbarkeit der Sterne zu beurteilen. Da das ganz einfach ist, werden auch Kinder und Familien ermuntert, an dieser weltweiten Kampagne teilzunehmen. Gemeinsam soll festgestellt werden, welches die schwächsten sichtbaren Sterne an einem bestimmtem Ort sind. Durch das Auffinden und Beobachten bestimmter Sternbilder (Orion & Löwe) am Nachthimmel und dem Vergleich mit Schaubildern könnt ihr feststellen, wie die Lichter in eurer Umgebung zur Lichtverschmutzung beitragen.

In diesem Jahr gibt es 6 Zeiträume, in denen weltweit die Sterne gezählt werden sollen.

  • 3. – 12. Januar
  • 31. Januar – 9. Februar
  • 3. – 12. März
  • 3. – 12. März
  • 31. März – 9. April
  • 29. April – 8. Mai

Zur Vereinfachung gibt es auch Beobachtungsanleitungen in deutscher Sprache (Orion und Löwe). Weiterhin gibt es eine Webapp, mit der die Daten direkt am Rechner gesammelt und abgeschickt werden können.

Fragt also Eure Eltern, ob sie euch helfen mitzumachen. Lasst euch die Anleitungen ausdrucken, zieht euch warm an und unternehmt mal eine Nachtwanderung oder vielleicht gar eine Nachtrundfahrt. Notiert Eure Beobachtungen und stellt sie ins Netz. Das es dabei eine ganze Menge Spaß und interessante Himmelsbeobachtungen geben sollte, ist ja wohl klar.

Weitere Informationen zum Thema Lichtverschmutzung gibt es auch unter:

Und für die Großen:

Und wie immer; vielleicht hat ja einer von Euch mir von seinen Erlebnissen und Erfahrungen zu berichten.

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  1. […] “Globe a Night” aufmerksam gemacht. 2012 (“Werde ein Sternenjäger”) und 2013 (“Es werden wieder Sternenjäger gesucht …”) haben mir mit Artikel aufgerufen mitzumachen; 2014 in den Himmelsvorschau für März und […]

  2. […] 17 Uhr am Tageshimmel erhalten. Jetzt zu Beginn des Monats ist auch wieder einer der Zeiträume zum Sternzählen der Aktion “Globe at Night“. Wir haben bereits im letzten Jahr hier und hier darüber […]

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