So, wie es hier jetzt schon eine Weile eine monatliche Vorschau für die AstroZwerge gibt, möchte ich nun auch einen kurzen Ausblick auf das neu gestartete Jahr wagen. Wie immer mit dem Hintergrund, dass auch die AstroZwerge in ihrem ganz normalem Alltag was davon haben sollen. Die detailierten Ausblicke wird es aber weiter jeden Monat geben.

Januar

Wintersechseck Mitte Januar gegen 19 Uhr

Wintersechseck Mitte Januar gegen 19 Uhr

Bis Mitte des Monats ist Mars noch am Abendhimmel und Venus am Morgenhimmel zu sehen. Freie Sicht zum Horizont und gutes Wetter sind dafür natürlich vorausgesetzt. Später sind diese Planeten aufgrund der Dämmerung nicht mehr zu erkennen. Jupiter zieht weiter als deutlichster Lichtpunkt seine Bahn. Inzwischen ist auch das Wintersechseck am Abend sichtbar. Ansonsten dominiert der große Krieger Orion den Abendhimmel und wer die Gelegenheit hat, sollte sich jetzt den Orion-Nebel mal durch ein Teleskop ansehen.

Februar

Der Merkur läßt sich Mitte des Monats wieder am Abendhimmel blicken. Dazu kurz nach Sonnenuntergang den Westhorizont beobachten.

März

Ab Mitte des Monats sollte der Komet PANSTARRS am Abendhimmel auftauchen. Zu Beginn noch sehr niedrig und schwach am Westhorizont gewinnt er doch schnell an Höhe, wandert in nördliche Richtung und wird heller. Durchdie Zeitumstellung wird es jetzt wieder später dunkel, so dass es schwieriger wird die Sterne zu beobachten.

Frühlingsdreieck Mitte April gegen 21 Uhr

Frühlingsdreieck Mitte April gegen 21 Uhr

April

Nun ist der Komet die ganze Nacht über zu sehen. Wenn die Voraussagen stimmen, sollte er jetzt auch gut mit bloßem Auge zu erkennen sein. Inzwischen ist auch für uns Saturn wieder am Abendhimmel zu entdecken. Ende des Monats zieht der Mond sehr nahe am Stern Spica vorbei. Die engste Begegnung findet zwar mitten in der Nacht statt, aber bereits am Abend sollte sich ein schönes Bild ergeben. Am Abend des 25. ist eine kleine partielle Mondfinsternis zu beobachten. Wer sie aber nicht sehen kann, muss nicht sehr unglücklich sein, da sie nur partiell ist, gibt es nicht so viel zu sehen.

Mai

Auch wenn die Venus nun am Abendhimmel wieder auftaucht, werden wir noch einige Monate warten müssen, bevor wir sie wirklich gut beobachten können. Sie steht einfach zu niedrig und es ist schon spät, wenn es ausreichend dunkel ist. Wer jedoch am 28. noch etwas länger auf bleiben darf, wird mit Venus und Jupiter die beiden hellsten Planeten ganz nah beieinander stehen können. PANSTARRS sollte weiterhin mit bloßem Auge sichtbar sein. Mit Hilfe eines Fernglases ist nun auch der Komet C/2012 F6 (Lemmon) sichtbar.

Juni

PANSTARRS und Lemmon sind inzwischen schwächer geworden. Auch ansonsten geht inzwischen die Sonne so spät unter, dass Beobachtungen des Sternenhimmels eine Ausnahme werden dürften.

Juli

Sommerdreieck Mitte Juli gegen 22 Uhr

Sommerdreieck Mitte Juli gegen 22 Uhr

Inzwischen ist auch das Sommerdreieck am Nachthimmel aufgetaucht. Doch die Dämmerung läßt sehr lange auf sich warten, so dass unsere AstroZwerge die Sterne wohl höchstens am Wochenende mal sehen werden können.

August

Langsam wird es wieder früher dunkel. Mit etwas Glück kann man jetzt schon die Venus oder Saturn am Horizont entdecken.

September

Tief am Westhorizon ist jetzt kurz Venus wieder zu sehen und am 8. hilft der Mond durch seine nahe Position sie wieder zu finden.

Herbstviereck Mitte Oktober gegen 19 Uhr

Herbstviereck Mitte Oktober gegen 19 Uhr

Oktober

Langsam taucht der Komet ISON im Osten am Morgenhimmel auf. Mitten in der Nacht vom 18. zum 19. wird es eine Halbschatten-Mondfinsternis geben. Da jedoch lediglich eine leichte Verschleierung eines Teil des Mondes geben wird, braucht ihr euch nicht ärgern, dass ihr jetzt schlaft.

November

Gleich zu Beginn des Monats wird der helle Stern Spica vom frühen Morgenhimmel verschwinden. Der schon fast vollständig unbeleuchtete Mond zieht vor dem Stern entlang, so dass dieser ca. 40 Minuten nicht zu sehen ist.
In den frühen Morgenstunden des 17. kann man den Planeten Mars wirklich sehr dicht am Stern Sig Leo vorbei ziehen sehen. Am Morgen des 26. zieht der helle Merkur dicht an Saturn vorbei.
ISON wird deutlich sichtbarer und fliegt am 28. ganz nah an der Sonne vorbei. Dabei heizt er sich sehr stark auf und könnte dadurch sogar am Taghimmel dicht neben der Sonne zu sehen sein. Aber vorsicht: nicht direkt in die Sonne schauen!

Dezember

Während Venus weiterhin abends nicht über den Westhorizont hinauskommt, erscheint nun Jupiter wieder am Sternenhimmel. Sollte ISON seine nahe Begegnung mit der Sonne überlebt haben, wird er im Dezember im Westen am Abendhimmel zu sehen sein.

Die Abbildungen wurden alle mit der Astronomiesoftware Stellarium erstellt.
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