Auch der November hatte etliche klare Abende, an denen immer mal wieder Mond, Jupiter und verschiedene Sternbilder beobachtet werden konnten. Selbst der sonst übliche Nebel hielt sich -zumindest hier- sehr zurück. Und früh genug dunkel war es ja nun auch.

Der Dezember, dessen alter deutscher Name „Julmond“ auf das Fest der Wintersonnenwende „Julfest“ hinweist, ist somit schon wieder der letzte Monat, in dem die Tage hier im Norden immer kürzer werden.

Monatsanfang

Die Sonne geht zu Beginn des Dezembers gegen 8 Uhr im Südosten auf und kurz nach 16 Uhr im Südwesten unter. Der Tag dauert nun gerade noch ca. 8 Stunden und die Sonne zieht eine flache Bahn über dem südlichen Horizont. Doch die Zeiten werden sich bis zum Monatsende nicht mehr wesentlich ändern.

Der Mond geht gegen 12 Uhr fast im Osten auf und gegen 23 Uhr im Westen wieder unter.

Die Erde entfernt sich weiter vom Jupiter, der nun bei einsetzender Dämmerung schon hoch am Himmel gesehen werden kann. Da er inzwischen bereits gegen 4 Uhr untergeht, ist er morgens nicht mehr zu sehen. Im Dezember wird es am Nikolaustag zum geringsten optischen Abstand zwischen Mond und Jupiter kommen. Aber langsam nehmen Helligkeit und Größe doch ab.

Inzwischen ist auch der Saturn am Morgen im Südosten und der Mars etwas westlicher zu sehen. Aber natürlich sind sie bei weitem nicht so auffällig wie der Jupiter.

Am frühen Morgen ist jetzt der Überflug der ISS am Himmel zu verfolgen.

Monatsmitte

Am Sonnabend, dem 10. geht der Vollmond gegen 16:30 Uhr im Nordosten auf. Zu diesem Zeitpunkt befindet sich der Mond bereits nicht mehr vollständig im Kernschatten der Erde. Es sollte bei guter Sicht trotzdem noch ein lohnendes Erlebnis sein, diese Mondfinsternis zu beobachten.

Ab dem 17. sollte auch Merkur bei freier Sicht auf den Südosthorizont mit dem Auge am Morgen sichtbar sein. Gegen 6:30 Uhr könnte er als gelblicher Punkt zu erkennen sein.

Monatsende

Nun haben wir am 22. den kürzesten Tag. Die Sonne geht erst gegen 8:15 Uhr auf und bereits kurz nach 16 Uhr wieder unter.

Am Heiligabend wird es draußen aufgrund des Neumondes besonders dunkel. Doch durch das Funkeln der Kerzen und das Strahlen der Kindeaugen sollte nicht weiter auffallen. In einigen Gegenden sollte auf jeden Fall auf ein helles Leuchten aus Norden kommend geachtet werden. Anderswo ist es eher eine durch den Wald stapfende Gestalt oder ein in einer Krippe liegendes Kind, welches für etliche Überraschungen sorgen sollte.

Mit etwas Glück kann jetzt auch die Venus am Abendhimmel gesehen werden, auch wenn sie noch keine auffällige Erscheinung darstellt.

Der Mars hat inzwischen deutlich an Helligkeit zugenommen und ist weiterhin am Morgen im Südwesten zu sehen.

Die anderen Planeten sind im Dezember zu weit weg (Neptun) oder zu schwach (Uranus) sichtbar.

Sternbild Orion (Stellarium)

Das Wintersechseck bestehend aus: Capella – Pollux – Prokyon – Sirius – Rigel – Aldebaran ist erst gegen 20:30 vollständig am Nachthimmel zu sehen. Somit vielleicht was für eine raketenarme Beobachtungszeit am Sylvesterabend oder wir warten auf den Januar und Februar. Aber das Sternbild der Figur des Orion ist nun bereits vollständig am Südosthimmel zu sehen.

Weitere, ausführlichere vorausschauende Blicke auf den Himmel sind wie immer zu finden bei:

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