Der Astrozwerg ist ein kleines, neugieriges Bürschchen, dass weit weg von allen Menschen mitten im Wald lebt. Genauso, wie der Astrozwerg mit allen Tieren, Pflanzen, ja sogar mit den Steinen, Wolken und eigentlich allem sprechen kann, genauso ist es ihm möglich frei durch den Raum und die Zeit zu reisen. Und so kann er immer und jeder Zeit seine Fragen los werden und bekommt viele kluge Antworten.

An einem späten Abend, lag er -die Hände ins Kinn gestützt- auf seinem Bauch und schaute aus seinem kleinem Fenster in den sternenklaren Himmel und freute sich über das Glitzern und Funkeln. Und wie er so in den Himmel schaute, stieg über den Wipfeln der Bäume der große, runde Mond hervor.

Der Mond (Aufnahme der NASA)

„Guten Abend, lieber Mond“ rief da der Astrozwerg. „Guten Abend, Astrozwerg. Wie geht es Dir?“ antwortete der Mond, der sich immer wieder freute, den Zwerg zu sehen. „Mir geht es prima, ich bewundere gerade die funkelnden Sterne.“ „Welchen funkelnden Stern?“ wunderte sich der Mond, der manchmal schon etwas schlecht hörte. „Na alle Sterne; selbst Du funkeltst heute ein wenig.“ „Ich hab noch nie gefunkelt und auch die anderen Sterne funkeln nicht. Komm her und schau es dir an.

Da machte sich der Astrozwerg auf den Weg und tatsächlich; er sah zwar jetzt viel, viel mehr Sterne, aber so schön funkeln wie auf der Erde taten sie nicht mehr. Verwundert und auch etwas enttäuscht sah der Zwerg den Mond an und meinte „Wieso funkeln sie nicht mehr?“ Aber auch der Mond, der die Sterne noch nie funkeln sah, konnte ihm das nicht erklären. „Erde, weisst Du wieso die Sterne jetzt nicht mehr funkeln?“ wandte sich der Astrozwerg an seinen großen Heimatplaneten.

Keine Angst“ meinte nun die Erde „die Sterne funkeln weiterhin. Aber Du musst sie von hier betrachten. Die Luft, die sich an mich schmiegt, die um mich herumwirbelt, die läßt die Sterne tanzen.“ „Aber selbst hier auf dem Mond ist doch gar keine Luft mehr, wie soll die dann die Sterne tanzen lassen?“ Da lache die Erde „Ja, du hast recht. Aber die Luft wirbelt ja auch nicht die Sterne da draußen herum, sondern sie wackelt an allem, was sich hier in ihr befindet. Auch wenn die Luft unsichtbar ist, so schafft sie es doch, auch die Lichtstrahlen von den Sternen ein wenig hin und her tanzen zu lassen, bevor sie deine Augen erreichen. Und dazu muss es nicht mal sehr windig sein. Es reicht schon, wenn die Sonne alles schön aufgeheizt hat und die warme Luft am Abend nach oben steigt. Schon gibt es starke Verwirbelungen.“

Ah,“ meinte nun der Astrozwerg. „Das ist wie letzte Woche, als ich die Äste der Weide beobachtete, die im Wasser hingen. Die ganze Zeit hingen sie ganz ruhig. Doch als ich ins Wasser stieg um nach ihnen zu greifen, bewegten die Wellen sie so sehr hin und her, so dass ich Schwierigkeiten hatte, an sie heranzukommen.

Also kann ich mich am Funkeln & Glitzern am besten hier auf der Erde erfreuen. Wenn ich den Mond aber mal wieder ganz genau betrachten möchte, muss ich am besten schön hoch.“ überlegte sich unser Zwerg und reise zurück zu seiner Hütte.

Doch vom Grübeln über das Funkeln und die Luft ganz müde geworden, legte er sich gleich in sein Bettchen, schlief ein und träumte von tanzenden Sternen.

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Eine Antwort »

  1. Daniel sagt:

    Was hat denn der Astrozwerg für ein Sternzeichen gesehen?

    Und hat er die Mondkrater auch gesehen?

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